Aufwachsen ohne Schule – Zwickauer Familie sucht Unterstützung

Geschrieben von am 15. Oktober 2012 | Abgelegt unter Entwicklung - Kinder

Zitat: “Ein Kind ist intelligent – bis es in die Schule kommt”

“Ein Kind lernt 50% seines Wissens bis es in die Schule kommt, und die anderen 50% in seinem restlichen Leben”

Ich stelle hier folgende Fragen:

- Warum ist es in Deutschland den Kindern nicht FREI gestellt, zu entscheiden, wie sie aufwachsen möchten – speziell, ob  sie in eine Schule gehen wollen oder nicht, da es eine Pflicht in Deutschland ist (übrigens neben Schweden das einzige Land in Europa)?

- Warum müssen wir dann auch hinnehmen, dass in den Schulen unseren Kinder Dinge erzählt werden, die nicht immer 100% der Wahrheit entsprechen, wo sie, um gute Zensuren zu bekommen, auch nur das erzählen, auswendig lernen und aufschreiben dürfen, was dem Lehrplan entspricht? (denn selbst freie Schulen sind an den Lehrplänen gebunden) siehe Interview mit Prof. Dr. Hüter vom ZDF

- Warum müssen sich unsere Kinder Lehrern aussetzen, die manchmal überfordert, emotional instabil und kalt sind und sich weiterhin auch mit Kindern auf engsten Raum abgeben, wo Machtspiele und Intrigen an der Tagesordnung sind?

- Warum dürfen unsere Kinder sich nicht einfach damit beschäftigen, wofür sie sich gerade interessieren, wofür sie brennen – und das so lang und intensiv, wie sie möchten?

- Warum müssen unsere Kinder täglich viele Stunden stillsitzen, sich alle 45 Minuten auf ein anderes Fach einstellen und zusätzlich ein Pensum an Hausaufgaben leisten, wie ein Erwachsener der 8 Stunden auf Arbeit geht?

- Warum darf mein Kind nicht entscheiden, wo es geht, um sich mit den eigenen Interessen auseinander zu setzen, sich die Antworten selbst zu erfragen und zu erforschen, in der Natur zu experimentieren, um vieles selbst heraus zu finden?

- Warum hat die Gesellschaft Angst, dass aus Kindern die nicht in der Schule “gebildet” werden, dumm bleiben und da sie kein Zeugnis haben, nicht studieren und arbeiten können – also assozial werden? Das Gegenteil kann der Fall sein – siehe Freilerner-Berichte unten über Andre Stern oder Interview mit Moritz Neubrunner

- Sicher ist eine Schule für manche Kinder ein besserer Ort als anderswo, für andere manchmal nicht. Da kommt es auf soziale Umgebung und dem Elternhaus an. Wir könnte eine staatliche Überprüfung Klarheit schaffen. Doch wieso gibt es nicht einmal die Wahl, Home Schooling zu beantragen?

- Warum fühle ich mich als Mutter absolut in unserer Freiheit begrenzt, wenn ich mein Kind nicht so in das Erwachsensein begleiten darf, wie es mein Kind möchte, sodass es selbstbewusst, neugierig, wach und gesund bleibt?

- Warum muss es zur Schule gehen, da mir sonst als Eltern Bußgeld, Kindesentzug oder Gefängnis droht?

 

MUTIG: Eine Familie aus Zwickau geht jetzt diesen Weg …

Wir sind eine Familie aus Zwickau und wir wollen unserer 4 Kinder in Freiheit lernen lassen – ohne Druck, in ihrem eigenen Tempo und nach ihren eigenen Interessen und Fähigkeiten. Wir haben unser 2 großen Kinder (11 und 7) aus der Schule genommen und sind damit nicht unbedingt auf behördliche Gegenliebe gestoßen. Für jegliche Hilfe und Unterstützung sind wir dankbar. Wir suchen auch noch Eltern, die genau wie wir, nicht mehr über die Dunkelheit in unserer Bildungslandschaft klagen, sondern mutig eine Kerze anzünden.

Kontakt: hereleleph@gmx.de

freilerner-familie-engelbrecht.blogspot.de

 

ZUVERSICHT: Homeschooling-Konferenz in Berlin 1.-4. November 2012

UNSERE VISION: Das Anliegen des Global Home Education Conference 2012: Eltern haben das grundlegende Menschenrecht, die für ihre Kinder geeignete Form der Bildung maßgeblich selbst zu wählen. Schul-freie Bildung ist heute die am schnellsten wachsende Form des Lernens. Als “Home Educators” sind wir eine sehr vielfältige Gruppe mit großem Engagement für das Lernen unserer Kinder – wir verdienen den Respekt unserer Regierungen. Alle an außerschulischen Bildungswegen Interessierte sind – unabhängig von Motiven und Methoden – herzlich eingeladen.

Mehr Infos und Material über die Konferenz  www.ghec2012.org

 

Vortragstipp: Bertrand Stern in Schneeberg

Aber das geht doch gar nicht… Das scheinbar Unmögliche ermöglichen!

19.11. – 19.00 Uhr in der Goldenen Sonne Schneeberg – Infos HIER

Bertrand Stern Infos

 

BEWEIS: André Stern – “Und ich war nie in der Schule”

Ein wunderbares Beispiel für erwachsen und klug sein und das ganz ohne Schulbildung, ist André Stern aus Frankreich. Er ist Musiker, Komponist, Instrumentenbauer, Chorleiter eines Theaterensembles und Autor. Er kennt Einteilungen des Lebens gar nicht, die für uns ‘normal’ sind wie z.B. Beruf, Freizeit, Hobby, Erholung, Broterwerb und vor allem der Unterschied Spielen und Lernen. Er lebt einfach. Als sehr selbstbewusster Mensch, der sich nicht mit anderen vergleicht, geht er einfach seinen Weg nach seinen Interessen und wohin ihn sein Herz führt. Das es funktioniert zeigt er in seinen Büchern und dem Kurzfilm von 3Sat:

‘Und ich war nie in der Schule’ sowie ‘Mein Vater – mein Freund: Das Geheimnis glücklicher Söhne’

Internet: andrestern.com

 

Dagmar Neubronner, die wohl berühmteste Mutter Deutschlands von Schulverweigerern

Dagmar Neubronner schildert in diesem Gespräch wie es kam, dass sie und ihr Mann trotz großer Bedenken den beiden Söhnen Moritz und Thomas erlaubten, frei zu lernen – ohne Schule und mittlerweile ohne jeglichen Pflichtunterricht.

Hier geht es zum Interview:

Lernen ohne Schule

© 2012 Ann König, Alle Rechte vorbehalten

2 Kommentare zu “Aufwachsen ohne Schule – Zwickauer Familie sucht Unterstützung”

  1. am 31. Oktober 2012 um 19:37 1.Kari Rothe schrieb …

    Maine liebe Ann,
    ich bin sehr dankbar für all dein Engagement und die Liebe mit der du “Verbindest”.
    Wie mit so vielen Dingen, so wissen wir doch alle, dass die neue Zeit auch neue Zeichen setzten muß für unser Zusammenleben.
    Das Schulsystem ist veraltet und es ist nicht nur mutig von den Eltern, sondern wirklich an der Zeit, dass wir gemeinsam den Kindern die Möglichkeiten bieten, die sie verdienen – In Liebe und Freiheit aufzuwachsen.Ich unterstütze dies sehr gerne und empfehle, nicht gegen die Schule und nicht gegen die Lehrer zu agieren – sondern im vertrauensvollem Miteinander. Nur so kommen wir weiter- weil es immer mehr werden, die Aufwachen !!. Ich vermute – im tiefsten Inneren ist der Eine oder Andere Pädagoge auch frustriert, überfordert und schreit nach Veränderung. Jedoch Ängste oder Ego halten ihn zurück. Zeigen wir also auf immer und immer wieder – und das tut ihr ja sehr wirkungsvoll – wie es mit Liebe viel besser gehen kann .DANKE
    Namaste
    Karin

  2. am 11. März 2013 um 13:27 2.Franz Josef Neffe schrieb …

    In Deutschland werden in der Schule täglich die Menschenrechte verletzt; insbesondere das Recht auf die Unverletzlichkeit der Menschwürde würde dort oft mit Füßen getreten.
    Das muss nicht immer so sein, dass ein Rektor in einer bayerischen Hauptschule Kinder zur Strafe vor der Klasse zu knieen zwingt, wie mir vor ein paar Jahren berichtet wurde. Es muss nicht so sein, dass Kinder in der 1.Klasse bei ihrem Lehrer in Diktaten Worte wie “Gynäkologe” schreiben müssen, wie mir eine Mutter aus Österreich sagte.
    Ich habe auch Beispiele, wo Lehrer, die sich nicht als Trottel dem vorgegebenen Trott anpassten ähnlich unter Druck gesetzt und misshandelt wurden.
    Dabei haben wir in Deutschland doich SCHULzwang.
    Warum zwingt dann, so frage ich als Ich-kann-Schule-Lehrer, niemand die Schule, SCHULE zu sein?
    Jede Autowerkstatt, die so fahrlässig arbeitet, wie das in sehr vielen Schulen geschieht, würde geschlossen und sie würde ihre Kunden verlieren. Warum fährt man Eltern, die ihre Kinder Gefahren in unseren Lehrplanvollzugsanstelten nicht mehr ausliefern wollen, ihre Kinder mit dem Polizeiauto in diese “Schule”?
    Warum lassen sich jeden Tag tausende von Eltern etwas als Schule andrehen, was oft das genaue Gegenteil von Schule ist?
    Schulzwang ist nicht nur ein Werkzeug zur Abrichtung von Untertanen. Schulzwang bedeutet auch, dass Schule SCHULE sein muss.
    Wir könnten jetzt eine konkrete Umfrage in und außerhalb von Schujlen machen. Dabei würden wir sehen, dass auch von den Pädagogen niemaqnd weiß und verstanden hat und beachte, was Schule ist, was Lehren ist, was Lernen ist, was Unterricht ist usw.
    Ein Bäcker weiß, was Backen ist, aber Lehrer wissen nicht, was Lehren ist. Und das interessiert offenbar niemand. Das finde ich lustig.
    Wenn ein Menchaniker mein Auto so repariert wie ziemlich viele Lehrer mit Kindern umgehen, würde ich mich dann noch mit dem Auto zu fahren getrauen?
    Ich sage das nicht, weil ich etwas gegen Kollegen habe, im Gegenteil! Die konkrete Praxcis zeigt uns, wie schlecht Lehrer in der Schule wegkommen. Sie haben sich z.B. in der Krankheitsstatistik in die Spitzenplätze hochgearbeitet. Haben sie etwas davon? Hat überhaupt jemand etwas DAVON?
    Das Beispeil der neuen Ich-kann-Schule zeigt, dass SCHULE ganz anders und wirklich SCHULE sein kann.
    Das sollte endlich von allen eingefordert werden.
    Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben

*