Heilpflanze des Monats Februar 2018: Zaungiersch

Geschrieben von am 1. Februar 2018 | Abgelegt unter Alle, Raum Chemnitz, Region Ostsee

Aus dem aktuellen Rundbrief vom Netzwerkpartner Dr. Jörg Köhn (Ostsee) entnommen. Vielen Dank.:

Bei der Kräuterwanderung wird das Lieblingsunkraut der Deutschen eine Rolle spielen der Zaungiersch (Geißfuß, Aegopodium podagraria). Nehmen Sie es an, wenn es bei Ihnen im Garten wächst, brauchen Sie es. Wie Sie wissen ist er sehr vital und unausrottbar. Wenn Sie das auch für sich wollen, nutzen Sie dieses  nachwachsende Dauergemüse, z.B. im Frühlingssalat, in der Kräutersuppe oder als Spinat zubereitet. Immer nur die jungen Triebe nehmen. Der Giersch dankt es Ihnen, dass Sie ihn essen. Er breitet sich nicht weiter aus! Er gilt als Heiler der Gicht (Zipperlein aller Gelenke), Arthritis, Rheuma, Schlaganfall, Hexenschuss, Zuckungen, Krämpfe, Lähmungen. Er löst Verhärtungen auf. Junge Blätter wirken innerlich bei Verstopfung, Wurmbefall und Gicht, bei Hunde- und Schlangenbissen als Auflage von außen. Äußerlich auch kühlend gemeinsam mit Beinwell und Wegerich im „Kräuterquark“. Getrocknet verwenden Sie Zaungiersch als Badezusatz und Tee bei Gicht, Rheuma und Krampfadern. Inhalieren Sie heiße Dämpfe, z.B. im Saunaaufguss gegen Schnupfen.

Sie können ihn auch „frisch“ über das Jahr bringen: Legen Sie ihn wie Salzgurken ein; je 1kg kurz mit kochendem Wasser überbrühen, dann mit 40g Salz schichtenweise (5cm) einlegen und fest stampfen, Holzdeckel darauf und im Keller kühl lagern. Wenn Sie einige Stängel blühen lassen, können Sie die Doldenblüten ernten. Sie wirken unter Beigabe von Salbei als Tee gegen Husten, Lungenkatarrh, Rheumatismus und Gicht. Wenn Sie die kümmelartigen Samen zu Tee aufbereiten, entzieht dieser Tee der Haut die Röte. Noch weiß ich nicht, ob Zaungiersch so angewandt auch Hauterkrankungen lindert. Zaungiersch ist ein guter Vitamin- (Vitamin A, C, und Karotin) und Minerallieferant (je 100g: 16,6mg Eisen, 1,99mg Kupfer, 2,13mg Mangan, 1,68mg Titan, 3,9 mg Bor). Auch als Tierheiler hat sich Zaungiersch bewährt. Da wir alle auch noch Tiere sind (in unserer Physiologie) können Sie eine Aromatherapie mit Giersch, Lupine und anderen Kräutern gern einmal ausprobieren. Für mich ist Giersch der Gichtheiler Nummer 1! Wirkt also gegen Übersäuerung (z.B. vor allem mit Harnsäure aus zu viel Schweinefleisch, Wurst und Spargel).

Weiterer Tipp: Moxa-Kerzen

Ich hoffe, Sie nutzen derzeit Moxa-Kerzen um gut durch den Winter zu kommen und sich zu Verjüngen. So geht´s: Moxa-Kerze und eine Ingwer – Scheibe bereit legen. Teelicht oder Kerze anzünden. Untertasse zum Abstreichen der Moxa-Asche und Salz in Reichweite stellen. Für eine halbe Stunde oder länger bequem hinlegen. Den Bauchnabel mit Salz füllen, die Ingwerscheibe darauf legen. Angezündete, glühende  Moxakerze im Abstand von 3-5 cm (Wärme muss fühlbar sein) über dem Bauchnabel von rechts nach links kreisen. Eignet sich auch gut für eine Partnerarbeit. Vorsicht nicht verbrennen, Asche zwischendurch auf Untertasse abstreichen. Wärmt, fördert Lebensprozesse, treibt böse Geister aus und verjüngt pro Jahr um 1 Monat. Also nicht ganz für eine ewige Jugend geeignet, aber unterstützend und lebensverlagernd.

In diesem Sinne bleiben Sie gesund!

Herzlichst Ihr Jörg Köhn

 

Nächste Termine:

Mein nächstes monatliches Seminar findet am Dienstag, 13. Februar, 16 Uhr, in der Poseidon-Apotheke, H.-Ibsen-Str. 29, Rostock-Evershagen, zum Thema: „Welches Naturheilverfahren ist für mich das Richtige?“ statt. Es ist besser, gar keines zu brauchen! Sich selbst zu (er)kennen, seinen Weg zu gehen. Aber das richtige zu essen (ändert sich mit dem Lebensalter: Muttermilch ist nix für Rentner!) und sein Essen altersgerechte Medizin sein zu lassen bzw. sich nicht mit dem was man isst, zu übersäuern oder gar zu vergiften, ist schon ein guter Anfang. Aber kleine Wehwehchen bleiben nie ganz aus und auch für größere kann die Naturheilkunde wertvolle Dinge anbieten. Wir leben in einer Welt, die selbst nicht gesund ist und uns immer wieder mit ihren unsinnigen Eingriffen in unser Leben „krank“ macht. Es geht daher auch um Ordnung im Leben, den richtigen (Atem)Rhythmus, Bewegung und vieles mehr. Erfahren Sie mehr im Seminar. Sie sind herzlich eingeladen. Teilnahmegebühr 5 €.

Mit den Kräutern geht es im März weiter: Für die erste Kräuterwanderung am 24.3., um 14 Uhr in Heiligenhagen, liegen schon einige Anmeldungen vor. Wie angekündigt geht es da um frische Kräuter aus Garten und von der Wiese für die Frühjahrsreinigung.

TIPP: Dr. Köhn kommt im April mit einem Vortrag nach Sachsen / Chemnitz

Vortrag: „Krank durch Früherkennung(?)“
Datum: 20.04.2018
Uhrzeit: 18:30 Uhr
Ort: Jugendherberge / City Hostel Chemnitz „eins“, Getreidemarkt 1, 09111 Chemnitz
Link: www.nhv-chemnitz.de
Infos und Anmeldung über: Naturheilverein Chemnitz e.V. ・ Tel. 0371-27550366 ・ E-Mail kontakt@nhv-chemnitz.de

 

 

Kontakt:
Naturheilpraxis Dr. Jörg Köhn
Büdnerreihe 20a
18239 Satow/Heiligenhagen
Tel.: 038 295 – 71 414
Fax: 038 295 – 71 415
mobil: 0171 – 610 3 610
Videointerview vorgestellt von Ingrid Hoffmann Ansehen

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