Jahreskreis: Ostara / Tages- und Nachtgleiche

Geschrieben von am 7. März 2018 | Abgelegt unter Alle, Raum Chemnitz, Region Südwestsachsen

Netzwerkpartnerin und Kräuterfrau Elisabeth Püschmann führt uns durch den Jahreskreis. Herzlichen Dank.

Die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche ist eines der Sonnenfeste und das letzte Fest im dunklen Halbjahr. Danach sind die Tage wieder länger als die Nächte. Es wurde auch nach der germanischen Frühlingsgöttin Ostara genannt. Die Symbolik des Jahreskreises der Natur zu diesem Fest lautet: Der Keimling ist durch die Erde gestoßen. Er entfaltet seine Keimblätter und genießt das Licht der Sonne. Er braucht jetzt Pflege.

Die Frühlingskräfte haben gewonnen und alles beginnt nun zu wachsen. Der harte Wintermann packt seine Koffer und zieht sich in die hohen Berge zurück. Die Frösche im Tümpel werden wieder Hochzeit feiern. Ein bunter Schmetterling wird wieder am Fensterbrett landen. Der erste Schmetterling, den man im Frühling sieht, deutet das kommende Jahr an – es wird wohl bunt sein. Die Vögel zwitschern schon jetzt neue Lieder. Die Weidenkätzchen und Haseln blühen. Scharbockskraut, Giersch, die Brennnessel- und Löwenzahnspitzen werden sichtbar. Veilchen, Huflattich und Schlüsselblumen zeigen sich in zarter Schönheit.
Die Frauen und Mütter sammeln für Ihre Familie die ersten Frühlings- und Kraftkräuter. Manch Eine kocht daraus eine Neun-Kräuter-Suppe. Und manche treffen sich wieder und bereiten gemeinsam die Kraftsuppe am offenen Feuer. Das verbindet und stärkt.

Frühlingsfeste werden gefeiert. So ist Ostern verwandt mit dem Osten – dort geht die Sonne auf, das Licht, dass die finstere Nacht vertreibt. Es ist das Fest der Morgenröte. Die junge, liebliche Göttin geht über das Land und lässt mit jedem Schritt das Lebensgrün sprießen.
Im Christentum feiern wir das Fest der Auferstehung des Lebens. Das Leben selbst und die Beseeltheit sind unzerstörbarer Teil der Schöpfung.
Das Samenkorn in uns, das wir zu Allerseelen in uns erträumt, zum Julfest geboren und zu Lichtmess begrüßt haben, es sprießt jetzt aus dem dunklen Grund unserer Seele und wird in die Welt hinein sichtbar.

Fragen, die sich jeder dazu stellen kann:
Wie kann das junge und zarte Pflänzchen in mir in die Welt hinein sichtbar werden?
Welche Nahrung, Pflege und welchen Raum braucht es?

 

Kontakt zur Autorin:
Kräuterfrau Elisabeth Püschmann
Kräuterpädagogik BNE  (Bildung für nachhaltige Entwicklung)
KRÄUTER-GUT- sie tun gut – sie schmecken gut – sie sind gut – sie sind ein Gut
Kräuterspaziergang, Wild- & Heilkräuter-Werkstatt, Wildkräuter kulinarisch,  Mit einer Pflanze durchs Jahr, Frauengeflüster
Ferdinandstr.102, 09128 Chemnitz, Tel. 0162-4949195
www.Kräuter-Gut.de

© Elisabeth Püschmann 2018. Alle Rechte vorbehalten.

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Veranstaltungen zu OSTARA

20.3. Jahreskreisfest Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche mit Katharina Radestock & Michael Dörfler Details

21.03. Wanderung zur Tages- und Nachtgleiche zur „Himmelswiese“ mit schamanischer Zeremonie, Treffpunkt 9.00 Uhr am Parkplatz am Abenteuerspielplatz Breitenbrunn (Wanderung ca. 1 Stunde bis zur Himmelswiese, wetterfeste Kleidung) – Ohne Anmeldung, wer da ist, ist da

24.03. Frauengeflüster Frühlings-Tag-Nacht-Gleiche mit Franziska Weiß & Elisabeth Püschmann Details

02.04. Seminar „Märchenwanderung“ – Osterspaziergang im Berghof Göritzhain Details

 

 

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