Auch in trockenen Zeiten: Blühende Gärten mit einheimischen Wildpflanzen

Geschrieben von am 9. November 2018 | Abgelegt unter Alle, Region Ostsee

In der neuen Ostsee-MITEINANDERSEIN Ausgabe ist dieser Beitrag von Susanne Reiter gekürzt erschienen. Hier nun in voller Länge:

Auch in trockenen Zeiten: Blühende Gärten mit einheimischen Wildpflanzen

Der Sommer 2018 war ein Sommer, wie er im Buche steht: Sonne und Wärme satt. Nur minimale Regenmengen versorgten die durstige Pflanzenwelt.

Doch auch ohne Beregnung gab es blühende Gärten; einheimische Wildpflanzen der natürlich trockenen Standorte blühten trotz Trockenheit und nutzten effektiv das wenige Wasser. Daher konnte ein naturnah gestalteter Garten auch in diesem Sommer blühen und hungrige Insekten mit Nahrung versorgen. Es gibt mehrere Pflanzengruppen, die Strategien entwickelt haben, um auch unter trockenen und sonnigen Bedingungen zu wachsen und zu blühen. Sie besetzen diese Nischen in der Natur und können dies natürlich auch im Garten.

Gewürz- und Heilkräuter wie Rosmarin, Lavendel, Salbei, Thymian und Oregano sind größtenteils bekannte Sonnenanbeter. Sie haben kleine Blätter und teilweise eine silbrige Farbe, um sich vor zu viel Sonne zu schützen und möglichst wenig Wasser zu verdunsten.

Die silbrige Behaarung einer Königskerze zum Beispiel, kennzeichnet sie als Pflanze, der Trockenheit nur wenig ausmacht. Zypressenwolfsmilch und Leinkraut haben nadelförmige Blätter und fühlen sich auf sandigen, trockenen Böden sehr wohl. Das Leinkraut blüht im Hochsommer gelb und sieht wie ein kleines Löwenmäulchen aus.

Wegwarten zeigen ihre wunderschönen blauen Blüten im Hochsommer nur vormittags. Auch die heimische Grasnelke ist von der Trockenheit unbeeindruckt und blüht von Mai bis September mit kleinen rosafarbenen Blütenkugeln. Zusammen mit der rundblättrigen Glockenblume schmückt sie die trockenen Bereiche im Garten.

Die Liste der heimischen Wildpflanzen, die auch im Sommer 2018 ohne zusätzliche Beregnung geblüht haben, ist lang. Ihnen allen gemeinsam ist, dass sie den Insekten Nahrung bieten und somit das natürliche Netzwerk unterhalten, welches die Grundlage allen Lebens hier auf der Erde ist.

Autorin / Kontakt:
Susanne Reiter
Naturnahe Gartengestaltung
Dorfplatz 2, 19205 Stöllnitz
Tel. 038853-183095,
www.susannereiter.de

 

 

 

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